Vereinschronik

Unmittelbar nach dem II. Weltkrieg wurde der Spielbetrieb im Nachbarort Völlenerfehn wieder aufgenommen. Die Fußballinteressierten aus Völlen waren beim FC Stern aktiv.

Im Frühjahr des Jahres 1949 war unter den Jugendlichen des Dorfes, Geburtsjahrgänge 1922-1935, ein gesteigertes Interesse am Fußballsport festzustellen.

Ein Aushang in den Völlener Geschäften

  • Gastwirtschaft- und Kolonialwaren Aalderk Folkerts
  • Kolonialwaren- und Gemischtwaren Johann Mühring
  • Bäckerei- und Kolonialwaren Johann Griepenburg

Lud alle Interessierten zu einer Zusammenkunft in die Gaststätte Folkerts ein. Noch am selben Abend wurde der erste Vorstand wie folgt gewählt:

1.Vorsitzender: Hajo Winterbuhr

 

          Kassenwart: Helmut Brink

          Schriftführer: Erich Frey

 

Als Vereinslokal wurde die Gastwirtschaft Folkerts (später Ramm) bestimmt. Nach längerer Diskussion wurde dann der Name "VfR Eintracht" für den Verein gewählt. Wesentlichen Anteil an der Gründung des Sportvereins hatten neben dem ersten Vorstand unser Sportkamerad Johann "Bubi" Harms.

Als Sportplatz diente das westliche der Pastorei gelegene Grundstück an der Völlener Aa. Diese Parzelle war Eigentum der Kirchengemeinde Völlen.

Der Verein verfügte 1949 über eine Herren- und eine Jugendmannschaft. Trikots wurden von Johann "Bubi" Harms gespendet, der erste Fußball wurde von Konrad Behrends gestiftet und die beiden Torgehäuse wurden von Hajo Winterbuhr, Hans Kock, Helmut Brink, Erich Frey, Onno Luiking, Dietrich Smit, Follrich Smid, Gerhard Olthoff, Reinhold Klatt, Paul Hausschulz u. a. errichtet.

Im Sommer 1949 wurde das erste Freundschaftsspiel gegen Teutonia Stapelmoor auf eigenem Platz ausgetragen und mit 1:8 Toren verloren.

Johann Luitjens erinnerte sich noch gut an dieses Spiel, da Herbert Dudde nach dem 0:6 seinen Verteidigerkameraden Gerhard Olthoff aufforderte "Gerhard wir müssen mauern!!!"

Am 11. September 1949 zum ersten Punktspiel in der A-Klasse wurde die 1. Mannschaft des SV Neufirrel erwartet.

Gleich im ersten Jahr nach der Gründung erreichte unsere 1. Mannschaft punktgleich mit TuS Ditzumerverlaat den 2. Tabellenplatz in der 2. Kreisklasse. Da außer dem Staffelmeister zwei Mannschaften aufsteigen durften, kam es zu einem Entscheidungsspiel auf neutralem Platz in Weener.

Für Eintracht begann das Spiel sehr aufregend, fehlten doch beim Anstoß mit Theo Kock, der mit dem Schiff unterwegs war und Johann Luiking, welcher Theo mit dem Motorrad in Herbrum an der Seeschleuse abholen wollte, zwei wichtige Spieler.

Eintracht setzte für diese die Nachwuchsspieler Heinz Neef und Karl-Heinz van Deest ein. Ein Ein- oder Auswechseln gab es damals nicht. Ditzumerverlaat ging auch gleich mit 2:0 in Führung. Dann aber spielte nur noch unsere Mannschaft und gewann das Spiel mit 7:2-Toren. Seitdem spielt unsere 1. Mannschaft bis zum Spieljahr 1978/79 in der 1. Kreisklasse.

In den Anfangsjahren hatten nur wenige Bürger in Völlen ein Auto und so mussten diese Sportler den Weg zu den Auswärtsspielen oft mit dem Fahrrad antreten. Später wurde dann ein Bus eingesetzt.

Auch eine Duschanlage gab es damals noch nicht. Zum Waschen diente eine alte Pumpe, oder man musste sich zu Hause waschen.

Auch die Jugendarbeit wurde zu dieser Zeit schon großgeschrieben. Ende der fünfziger- und Anfang der sechziger Jahre brach für unseren Verein eine neue Zeit an. Junge Talente wie Gerold Emzenga, Otto Krause, Anton Weichers, Gerd Harder (um nur einige zu nennen), wurden in die 1. Mannschaft eingebaut. Der erfolg ließ nicht lange auf sich warten. In der DFB-Pokalrunde 1960 besiegte Völlen Mannschaften wie Teutonia Stapelmoor (3:2 nach Verlängerung), Germania Leer I (4:2), TV Bunde (1:1 Losentscheid für Völlen) und scheiterte erst im Halbfinale an Blau-Weiß Borssum. Auf dem ungewohnten Schlackeplatz in Borssum kam unsere 1. Mannschaft überhaupt nicht zurecht und unterlag mit 1:4.

Leider hatte der Verein auch unter der Sturmflutkatastrophe in der Nacht vom 16. zum 17. Februar 1962 zu leiden. Der Sportplatz wurde überflutet und konnte erst am 31. Mai 1964 mit Pokaltunieren neu eingeweiht werden.

In der Zwischenzeit konnten die Mannschaften nur auswärts spielen, oder mussten die Nachbarvereine um Hilfe bitten.

Durch Lehrer Kunze wurde nun auch die Jugendarbeit wieder konsequent vorangetrieben. Im Spieljahr 1966/67 spielten eine A-Jugend, eine C-Jugend und zwei D-Jungendmannschaften für Eintracht Völlen.

Nach Abschluß der Saison 1968/69 legte die 1. Mannschaft unter Leitung von Trainer Hans Fricke geschlossen die Prüfung für das Sportabzeichen ab. Im Frühjahr 1969 verlor unsere 1. Mannschaft das Kreispokalendspiel auf neutralem Platz in Heisfelde mit 3:6 Toren gegen den TSV Hesel.

Im Herbst 1969 begannen die Bauarbeiten für unsere Umkleidehalle. Mitglieder und Freunde des Vereins opferten dabei viele Stunden ihrer Freizeit. Die Fertigstellung erfolgte im Spätsommer 1970.

Anfang des Jahres 1971 verloren wir mit Lehrer Kunze einen 1. Vorsitzenden, den man nicht so leicht ersetzen konnte. Herr Kunze wurde beruflich versetzt. Für sein Schaffen in den vier Jahren als 1. Vorsitzender wurde ihm auf der Jahreshauptversammlung am 08. Januar 1971 vom damaligen2. Vorsitzenden Klaas Wurpts die silberne Ehrennadel des Vereins überreicht. Außerdem wurde Herr Kunze zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Ab der Saison 1971/72 spielten unsere Jugendlichen mit den Nachbarvereinen Stern und Frisia unter der Bezeichnung "SG (Spielgemeinschaft) Völlen" zusammen.

Im September 1974 traten mehrere Frauen und Mädchen aus dem Dorf an den Vorstand heran, um eine Damengymnastikgruppe zu gründen. Der erste Übungsabend fand am Mittwoch, dem 1. Oktober 1974, in der Turnhalle Völlenerfehn statt. Die Leitung übernahm Frau Antje Gröger.

1979 im 30jährigen Bestehen des Vereins musste unsere 1. Mannschaft aus der 1. Kreisklasse absteigen. Aber unter Regie von Spielertrainer Günther Heidelberg konnte ein Jahr später der Wiederaufstieg geschafft werden. Danach war die Begeisterung so groß, dass für die Saison 1980/81 wieder eine 2. Mannschaft für den Punktspielbetrieb angemeldet werden musste und auch heute noch aktiv ist.

Im September 1983 begannen die Bauarbeiten zur Erweiterung unserer Sporthalle. Auch hier stellten sich wieder viele freiwillige Helfer zur Verfügung. An die Halle wurde ein Clubraum, ein Schiedsrichterraum, ein Abstellraum und eine Toilettenanlage angebaut. Außerdem entstand eine Garage für den Rasenmäher. Die nötigen Mittel stellte uns die Gemeinde Westoverledingen und der Kreissportbund Leer zur Verfügung. Der Rest musste durch Eigenleistung aufgebracht werden. 1983 konnte des weiteren mit Unterstützung der Gemeinde Westoverledingen das Sportgelände erweitert werden. Neben dem vorhandenen Sportplatz wurde ein kleiner Übungsplatz dräniert, planiert und angesät.

Nach dem bitteren Abstieg 1982 in die 2. Kreisklasse unter Trainer Conny Gröger konnte man 1986 als Tabellenzweiter der 2. Kreisklasse endlich wieder in die 1. Kreisklasse aufsteigen.

Unter Leitung von Trainer Edwin Fels stieg man 1991 als Meister der 1. Kreisklasse Staffel I in die Kreisliga auf. Mit Trainer Michael Schoedon stieg die Eintracht 1994 wieder ab.

In der dritten Saison unter Trainer Josef Siemer stieg die 1. Mannschaft 1997 in die Kreisleistungsklasse auf.

Unter Spielertrainer Hans-Jürgen Korte wurde die Eintracht Herbstmeister und stieg am Ende der Saison als Tabellendritter in die Kreisliga auf.

Recht erfolgreich war die 1. Mannschaft auch im WOL-Cup. 1996 in Steenfelde verloren wir erst im Endspiel gegen Frisia Völlenerkönigsfehn mit 1:4-Toren. 1998 in Völlenerkönigsfehn unterlagen wir recht unglücklich der 2. Mannschaft des SV Concordia Ihrhove im Endspiel mit 1:2-Toren.

Völlig überraschend wurde unsere 2. Mannschaft unter Trainer Alois Eichhorn in der Saison 1995/96 Vizemeister in der 3. Kreisklasse und stieg in die 2. Kreisklasse auf.

Einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte gelang der 1. Mannschaft im Januar 1999 mit dem Gewinn des WOL-Cup (Halle).

Aber auch rund um den Sportplatz blickte der Verein nach vorne und schaffte die Voraussetzungen für einen reibungslosen Trainings- und Spielbeginn.

1987 wurde die Flutlichtanlage erweitert und im Spiel gegen den SuS Steenfelde am 03. Juli 1987 eingeweiht. Im Herbst 1987 wurde der erforderliche Ballfangzaun erstellt.

Der Bau des Pavillon 1988 wurde von allen Sportlern, Freunden und Mitgliedern begrüßt. Im 50jährigen Jubiläumsjahr 1999 wurde die neue Flutlichtanlage rechtzeitig zum Einweihungsspiel gegen den SV Meppen am 09. Juli 1999 fertig.